Kunst und Kirche und ein schönes Wochenende

13. Juli 2011 Blog von Carola Wiegand
Kunst und Kirche und ein schönes Wochenende

Ich verspüre auf Schritt und Tritt eine gewisse Aufbruchstimmung in der Stadt, in die auch unsere, zum Teil restaurierte, Kirche St. Trinitatis einbezogen werden sollte. Und da es einige sehr aktive Menschen im Verein gibt, war die passende Idee auch schnell geboren.
„Die lange Nacht der Kirchen" ist für Ruhla etwas ganz Neues. Aber wir wollten es probieren, ob es auch in einem kleinen verschlafenen Nest funktionieren kann. An Kirchen sollte es nicht fehlen. 
Das faszinierende der St. Trinitatiskirche ist ihre erhabene, einfache Schmucklosigkeit. Der Verein, deren Mitglied ich seit 1 Jahr bin, hat sich unter dem Motto „Schwamm raus, Kunst rein" das Ziel gesetzt, die, für Gottesdienste nicht mehr genutzte Kirche vor dem Verfall zu bewahren und sie als Kunst- und Begegnungshaus umzugestalten. Diese Idee gefiel mir.
Wir hatten viel Arbeit mit der Vorbereitung zur Kirchen-Nacht, doch eine kleine, überschaubare Anzahl enthusiastischer Vereinsmitglieder ließen nicht nach, in ihrem Bemühen, eine Vernissage zu konzipieren, zu organisieren und zu installieren. Und es gelang uns.
Zu sehen bekamen die Gäste russische Gemälde, Lichtinstallationen und bisher noch nicht veröffentlichte Fotos von Raissa Gorbatschowa.
Unglaublich, was neue Kunst in altem Gemäuer für einen Kontrast erzeugt.
Zu entdecken gab es Kunstwerke, russische Musik, Roten Kreml Salat und Piroggen. Und über allem zusammen schwebte ein wenig russischer Geist gepaart mit Ruhlaer Aufbruchstimmung.
Die Besucher freute es und sie ließen sich bereitwillig von Bekanntem und Unbekanntem der russischen Kunst zum Mitmachen und Bleiben animieren.
Wir alle waren überrascht von der großen Resonanz der ersten langen Kirchennacht und motiviert, das nächste Kunstwerk in der Kirche entstehen zu lassen.

In selbstkritisch-vergnüglicher Gelassenheit

Alorac